Paket international: Preise, Zoll & Tipps zum Versand

Von Adresse bis Verpackung, von Kosten bis Laufzeit und von Inhalt bis Nachnahme

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Nichts soll schief gehen bei Ihrem Paket international in alle Welt. Nach einer kurzen Betrachtung der Unterschiede eines rein nationalen und einem internationalen Versand finden Sie im Folgenden ausführliche Informationen sowie Tipps & Tricks, damit der Paketinhalt auch wirklich vollständig und unbeschädigt ankommt, die Versanddauer sich nicht unnötig verlängert und keine unerwarteten Kosten aufkommen.

Der Unterschied von deutschen und internationalen Paketen

Pakete und Welt auf Laptop. Symbol für Pakete international verschicken.Ein internationales Paket unterscheidet sich rein optisch erst einmal kaum von einem Paket innerhalb Deutschlands. Der Versand des Pakets läuft aber international ganz anders ab, weshalb auch andere Anforderungen an Sie als Absender gestellt werden.

  1. Der Versandweg
    Ein internationales Paket wird nicht einfach nur in ein Auto gepackt und innerhalb eines Tages von einem Ort in einen anderen gefahren, wie es für Pakete innerhalb Deutschlands der Fall ist. Vielmehr sind viele Transportunternehmen und die unterschiedlichsten Transportmittel (LKW, Zug, Schiff, Flugzeug, etc.) beteiligt und das Paket wird immer wieder umgeladen. Die Folge: es muss viel mehr aushalten als nur auf dem Weg innerhalb Deutschlands.
  2. Gesetzliche Regeln, Zoll und verbotene Produkte
    Das Paket wechselt international den Zuständigkeitsbereich von Staaten. Damit gelten für das Paket irgendwann andere Gesetze. Durch die Prüfung beim Zoll des Empfängerlandes schützt sich dieses davor, dass unerlaubte Waren ins Land kommen oder es werden Gebühren erhoben, um die eigene Wirtschaft zu schützen. Selbst in Deutschland selbstverständliche Produkte (z.B. Überraschungseier, Salami oder Strohsterne) machen oft ein Problem in Ländern außerhalb der EU. Und selbst bei erlaubten Produkten ist eine klare Kennzeichnung unbedingt notwendig, um Gebühren zu vermeiden. Geschenke von privat an privat müssen noch dazu richtig gekennzeichnet sein und dürfen einen maximalen Wert haben.
  3. Versanddauer bzw. Laufzeit
    Natürlich ist die Laufzeit eines Pakets international länger. Sie müssen es daher rechtzeitig losschicken, dürfen keine verderblichen Inhalte einpacken und sollten alles tun, damit die sowieso schon längere Versandzeit nicht noch länger wird, weil Sie Fehler bei Adressformat Zollinhaltserklärung gemacht haben.

Aus diesem Unterschied zwischen nationalem und internationalem Versand resultieren die folgenden Tipps für Ihr internationales Paket.

Tipp 1: Inhalt für das internationale Paket richtig auswählen

Es ist gar nicht so einfach, wie es scheint: sie dürfen nämlich gar nicht alles verschicken, was sie möchten. Es gibt viele Dinge, die einfach verboten sind (und auch niemals beim Empfänger ankommen würden) und es gibt Dinge, die hohe Gebühren beim Empfänger auslösen (was sie sicher nicht wollen).

Was ist verboten beim internationalen Versand? Das hängt ganz stark vom Empfängerland ab. Versenden Sie an ein Land innerhalb der EU, gibt es gar keine Probleme. Hier sind die Gesetze inzwischen soweit harmonisiert, dass es kaum Einschränkungen gibt. Nur allgemeine, auch bereits innerhalb Deutschlands aus Sicherheitsgründen existierende Verboten müssen beachtet werden: nichts Explosives, Brennbares oder Ätzendes (auch keine Sprühdosen, Nagellacke, Tischtennisbälle oder Lithiumbatterien). Das gilt als Gefahrgut und darf niemals in ein Postpaket. Gleiches gilt z.B. für lebende Tiere (auch Aquarienfische o.ä.).

Zoll - Douane SchildGeht das Paket international in Länder außerhalb Europas wird es komplizierter. Hier hat jedes Land ganz eigene Vorschriften, was es erlaubt und was nicht. In manche Länder sind Lebensmittel ganz verboten, in manche dürfen nur industriell produzierte und verpackte Lebensmittel geschickt werden und manchmal Länder wiederum sind einfach nur Nüsse und Samen verboten.

Bei Elektronikartikeln hängt viel von Sicherheitsvorschriften ab – und die sind je nach Welt-Region und Land sehr unterschiedlich. Selbst ein einfaches Küchengerät mit allen europäischen Sicherheitssiegeln darf dann eventuell nicht eingeführt werden, weil beim Empfänger andere Siegel gefordert sind.

Typischerweise Probleme machen auch Medikamente, Tabakwaren, Banknoten oder jede Art von Sammlerstücken oder Kulturgütern. Selbst Grundschulbücher können Probleme machen, wenn der Inhalt nicht den Vorgaben der Regierenden im Empfängerland entspricht.

Neben diesen Verboten sollten Sie beachten, welche Güter mit Zollgebühren für den Import versehen sind. Dann kommt das Paket zwar korrekt und vollständig an, der Empfänger muss aber (oft hohe) Gebühren für dessen Entgegennahme zahlen. Das ist nur vermeidbar, wenn Sie beim Versand auf solche Paketinhalte verzichten.

Ausführliche Informationen finden Sie meist im Internet auf den Seiten der Zollbehörden des jeweiligen Landes (oft auch in Englisch). Außerdem geben meist die Botschaften in Deutschland Auskunft oder können die richtigen Ansprechpartner benennen. Auch die IHKs (Industrie & Handelskammern) in Deutschland helfen meist weiter. Nur mit einem sollten Sie vorsichtig sein: einfach die Diskussionen von Privatleuten in Internetforen unreflektiert und ohne Überprüfung zu übernehmen. Zu viel Halbwissen und falsche Informationen finden sich in solchen Foren.

Kurz: bevor Sie ein Paket in ein Land außerhalb Europas verschicken, setzen Sie sich unbedingt mit den Verboten und Einschränkungen des jeweiligen Empfängerlands auseinander. Das kostet vielleicht etwas Zeit – aber sie vermeiden damit, dass der Inhalt Ihres Pakets überhaupt nicht ankommt, nur in Teilen zugestellt wird, sich die Versandzeit stark verlängert oder der Empfänger unnötige, hohe Zollgebühren bezahlen muss.

Tipps 2: Verpacken des Pakets für den internationalen Versand

Ein Paket ins Ausland macht viel durch: es wird in Deutschland per LKW transportiert, ist lange auf einem Schiff oder in großer Höhe in einem Frachtflugzeug unterwegs, wird mehrfach umgeladen und neu gestapelt. Wie sorgsam das Postunternehmen im Empfängerland mit dem Paket umgeht ist nur schwer einzuschätzen.

Das Paket muss daher sehr sorgfältig verpackt sein. Der Versandkarton muss sehr stabil sein (weil eventuell viele andere Pakete oben drauf gestapelt werden oder das Paket auch mal herunter fällt), die Inhalte müssen gut angeordnet sein (keine schweren Sachen neben empfindlichen Dingen) und es muss immer eine Pufferzone zwischen Inhalt und Außenkarton bestehen (damit Stöße von außen abgefedert werden). Nur so kommen alle Paketinhalte unbeschädigt und sicher an. Das ist übrigens auch einer der Hauptgründe, warum die Kunden von TOMBA express für den Versand dem Premiumservice buchen – dann wird das Paket zuerst einmal von der DHL an TOMBA geliefert und dort die Verpackung geprüft und das Paket gegebenenfalls neu und sicher verpackt.

In einem gesonderten Artikel unseres Versandmagazins finden Sie weiterführende Tipps, ein Paket sicher zu verpacken.

Beachten Sie auch maximale Größen und Gewichte. Ihr Paket darf die Außenmaße 120 cm Länge, 60 cm Breite und 60 cm Tiefe bei Einhaltung des Gurtmaßes von 300 cm nicht überschreiten. Beim Gewicht sind in die meisten Länder 30 kg als Obergrenze ein guter Richtwert, weil diese in die meisten Ländern möglich ist. Beachten Sie, dass es aber auch hier Ausnahmen für Manche Länder gibt. Beispielsweise sollten Sie nach Russland nicht mehr als 20 kg Paketgewicht haben. Beachten Sie außerdem: das Gewicht gilt immer für das gesamte Paket, also Inhalt und Verpackung zusammen.

Tipp3: Richtig beschriften: Adresse und Zollinhaltserklärung

Sind die Inhalte ausgewählt und das das Paket verpackt, muss es für den internationalen Versand richtig beschriftet werden. Das ist zum einen natürlich die Adresse – und die ist nicht für jedes Land gleich aufgebaut. Nicht in allen Ländern steht z.B. die Postleitzahl vorne und die Stadt dahinter, wie es in Deutschland der Fall ist. In Australien oder Lettland ist es beispielsweise genau umgekehrt (einmal ohne Komma und einmal mit einem Komma dazwischen) und in Brasilien muss der Bundesstaat hinter der Stadt angegeben werden (während die Postleitzahl in einer eigenen Zeile steht). Außerdem muss natürlich immer das Empfängerland in Großbuchstaben und in meist englischer Sprache in der Adresse enthalten sein.

Wenn Sie sicherstellen wollen, dass das Paket nicht länger braucht als nötig, sollten Sie sich die Mühe machen, das richtige Format für die Adresse im Empfängerland zu recherchieren (oder einfach den Empfänger zu fragen). Das spart Bearbeitungszeit Ihres Pakets beim Paketdienstleister vor Ort.

Außer der Adresse müssen Sie aber auch Beschriftungen für den Zoll des Empfängerlandes machen. Pflicht ist eine Zollinhaltserklärung, das so genannte Formular CN23, das für die meisten Länder dieser Welt gilt (bei Versand außerhalb Europas). Füllen Sie dieses Formular so exakt und korrekt wie möglich aus. Geben Sie unbedingt jeden einzelnen Paketinhalt an. Dazu muss einzeln auch immer eine Angabe des jeweiligen Wertes. Seien Sie dabei ehrlich: Zollmitarbeiter sind erfahren und wissen schnell einzuschätzen, wo sie einen viel zu niedrigen Geldwert angegeben haben. Das führt dann zu längerer Versandzeit und ggfls. zu Gebühren beim Empfänger (und der Zollmitarbeiter wird dann  meist einen recht hohen Wert ansetzen bzw. schätzen). Haben Sie noch Rechnungen oder Quittungen, die den Wert der Paketinhalte nachweisen, dann legen Sie am besten Kopien davon bei. Damit überzeugen Sie Zollmitarbeiter, dass Ihre Angaben auch korrekt sind (selbst wenn im Empfängerland der Preis viel höher wäre).

Geschenke im Paket kennzeichnen

Ist Ihr Paket ein Geschenk von privat an privat, müssen Sie das unbedingt außen am Paket sehr gut sichtbar kennzeichnen. Übliche Bezeichnungen, die für die meisten Länder genutzt werden können, sind „GIFT“ (englisch für Geschenk) bzw. „UNSOLICITED GIFT“ (unverlangtes Geschenk) und „CADEU“ (französisch). Zur Sicherheit können Sie diese Angabe auch in mehreren Sprachen machen. Englisch sollte aber unbedingt dabei sein und eventuell auch die jeweilige Landessprache.

Zollfrei - StempelBeachten Sie auch, dass es für jedes Land andere Grenzen gibt, wie viel die Geschenke im Paket maximal wert sein dürfen. Beachten Sie diese Grenze unbedingt, sonst muss der Beschenkte beim Paketempfang Gebühren bezahlen, um sein Geschenk zu erhalten. Für Ihr Zielland erfahren Sie diese aktuelle Zollfrei-Grenze online bei den Zollbehörden des jeweiligen Landes (aber verwechseln Sie bei Ihrer Recherche nach diesem Wert nicht den Zollfrei-Wert für Pakete mit der zollfreien Einfuhr bei einer persönlichen Reise – das ist meist zwei verschiedene Werte).

Achtung: sind die Geschenke für mehrere Personen, sollten Sie eine Liste mit der Aufteilung nach Personen (und den jeweiligen Wertangaben) beilegen. Nur dann werden die Geschenke pro Person einzeln gerechnet und nicht alle Geschenke des einen Versands zusammengezählt (und eventuell die erlaubte Freigrenze für dieses Paket überschritten) – das gilt so in den meisten Ländern, auch wenn es natürlich Ausnahmen gibt.

Tipp 4: Paket international – der eigentliche Versand

Haben Sie bisher alles richtig gemacht, kann der eigentliche Versand beginnen. Das dauert natürlich länger, als bei einem Paket nur innerhalb Deutschlands.

Weltkarte mit internationalem Paket und Stoppuhr als Symbol für LaufzeitWelche Laufzeit das internationale Paket genau hat, hängt natürlich vom jeweiligen Empfängerland ab. Versenden Sie mit TOMBA express und DHL, so können Sie für ein Paket innerhalb Europas von 3 bis 9 Werktagen rechnen. Bei Sendungen weltweit außerhalb Europas sollten Sie je nach Land zwischen 8 und 16 Werktagen rechen – unter der Voraussetzung, dass es beim Zoll keine Probleme gibt, Sie mit der Kennzeichnung alles richtig gemacht haben und es nicht gerade besonders hohes Paketaufkommen gibt (z.B. zu Weihnachten). Die üblichen Paketlaufzeiten der einzelnen Länder finden Sie nach Wahl Ihres Ziellandes im TOMBA-Länderverzeichnis.

Für sehr eilige Pakete kann allerdings in die meisten Länder dieser Welt auch ein Express-Versand durchgeführt werden. Da dies allerdings zu deutlich höheren Kosten führt, ist es meist nicht üblich.

Paket-Tracking: den Versand international verfolgen

Versenden Sie mit TOMBA express bzw. DHL, so erhalten Sie einen Tracking-Code. Damit können Sie das Paket und seinen aktuellen Aufenthaltsort laufend online verfolgen. Das funktioniert für jedes Paket mindestens bis zur Übergabe an das Postunternehmen des Empfängerlandes. Ob und wie die Sendungsverfolgung dann auch noch das letzte Stück bis zum Empfänger funktioniert, hängt vom jeweiligen Land ab.

Für sehr viele Länder gibt es Vereinbarungen mit den dortigen Paketdienstleistern. Beispielsweise werden Sie in Länder wie Aserbaidschan, Ecuador, Kanada, Mexiko oder nach Rumänien eine vollständige Sendungsverfolgung ebenso haben wie in die meisten größeren Industrieländer. Diese kann entweder vollständig über die Sendungsverfolgung auf der Internetseite der DHL nachvollzogen werden oder Sie bekommen einen extra Trackingcode für die Internetseite des Paketdienstleisters im Empfängerland.

Bei Sendung in die Dominikanische Republik, nach Namibia oder Venezuela (um nur ein paar Beispiele zu nennen) wird die Sendungsverfolgung allerdings an der Grenze enden.

Nachnahme, Unfrei & andere Sonderleistungen

In Deutschland üblich, sind Sonderleistungen wie Nachnahme oder unfreie Sendung für ein Paket international nur selten möglich. Meist bieten die Zustellunternehmen vor Ort diesen Service erst gar nicht an oder er würde durch die internationale Abrechnung viel zu teuer.

So ist die Nachnahme, bei der der Empfänger das Paket nur nach Zahlung einer festgelegten Summe erhält, nur in den Ländern Belgien, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Spanien, Tunesien, Türkei und Ungarn überhaupt möglich.

Unfreier Versand, bei dem der Empfänger die Portokosten übernehmen muss, ist internationale nicht möglich.

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